An der Wasserscheide?

Nur noch wenige Stunden bis der 2008 Cacaus in Iowa, USA startet. Ist dies einer dieser Momente, an die man zurückdenken kann und sich sagt; “Ich war dabei, ich habe zugesehen, zugeschaut. Ich bin dabei gestanden und habe gewusst, was dieser Moment alles verändern kann”?

Ich hoffe es. Und bange es zugleich. Denn dieser eine Moment könnte es sein, der die Balance wieder herstellt. Und vielleicht sogar mehr; der die Balance zugunsten der Mehrheit verändert.

Amerika, so wir es heute kennen, ist auf dem Weg in den Kollaps. Amerika rühmt sich, die mächtigste Industrienation zu sein. Speerführend in Technologie, Infrastruktur und Gesundheit. Doch nichts von all dem ist mehr wahr. Amerika ist am zerbrechen.

Doch das einzige, in was Amerika heute noch an der Spitze steht, ist seine Militärmacht. Amerika ist wie ein verwundeter Gigant, über alle Ohren verschuldet, die ist Bevölkerung verarmt. Die Politik in den Händen von korrupten Politikern, die für ihre eigene Profite die Sicherheit der gesamten Menschheit, der gesamten Erde auf’s Spiel setzen. Und während diese skrupellosen Finanzies und Entrepeneurs mit der Welt Monopoly spielten, hungert die Bevölkerung Amerikas, in einer Ungleichheit, wie es sie in keiner anderen Nation der westlichen Welt gibt. Kriminalität, soziale Strukturen, Alters-, und Gesundheitsvorsorge; in all diesen Punkten gleichen die USA eher einem Entwicklungsland als einem entwickelten Land.

Sicher; in den Statistiken der UN und vergleichbaren Nationen sind die USA nicht selten in in sehr guten Positionen zu finden und können mit beachtlichen Resultaten glänzen. Doch dabei geht vergessen, dass es sich dabei um die Leistungsspitzen handelt, nicht um die Durchschnittsleistung. Bei den meisten amerikanischen Spitzenuniversitäten, zum Beispiel, handelt es sich um private Institute, die alleine durch die finanziellen Belastungen nur den Besserverdienenden offen steht. Und auch wenn das us-amerikanische Gesundheitssystem beinahe so gut ist wie das kubanische, so werden Patienten ohne Krankenversicherung auch schon mal wortwörtlich vor die Türe gestellt.

Die Schere zwischen Arm und Reich ist so auf der ganzen Erde so weit geöffnet wie noch nie zuvor. Und in Amerika ist dies schlimmer als irgendwo. Die Reichsten der Reichen sowie die Ärmsten der Armen, im selben Land. Die USA müssen sich ändern. Und zwar schnell.

Sollte sich nichts ändern, dann wird dieses Land der unbegrenzten Möglichkeiten schon bald im Bürgerkrieg versinken. Was danach kommt, ist ungewiss.

Doch heute Abend in Iowa wird Amerika eine Möglichkeit geboten, dieser Schreckensvision zu entfliehen. Denn nur jemand der es schafft, Amerika fundamental zu erneuern kann das Steuer jetzt noch herumreissen. Jemand ausserhalb des politischen Establishments. Jemand der die Arme USA kennt, jemand der Elend kennt. Jemand, der ehrlich mit den Menschen ist.

Und dieser jemand ist Barak Obama.

Barak Obama traue ich es zu, die Wunden dieser ach so Unvereinigten  Staaten zu heilen und es ihr zu ermöglichen, sich selbst neu zu erfinden. Amerika muss endlich seine sozialistische Seite erkennen und eine Grundlage für einen sozialdemokratischen Staat schaffen.

Heute Abend werden die Wähler von Iowa die Vorwahlen eröffnen. Und ich wünsche den Amerikanern zu ihrem eigenen Wohl, dass sie sich für Barak Obama entscheiden.

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