Archive for February, 2008|Monthly archive page

The wind of change?

Lessing ist einfach unglaublich.

Als Lessing bekannt gab, dass er sein bisheriges Streben, die fundamentale Neuinterpretation des Urheberrechtes, aufgeben werde, da er sich zu Grösserem berufen fühle, war ich ein wenig skeptisch. Lessing sagte, er habe erkannt, dass das Urheberrecht zwar ein zwichtiges Thema unserer Zeit sei, dass es aber Probleme gebe, die behoben werden müssen, damit es überhaupt erst Wandel geben kann. Was Lessing damit genau meinte, war mir nicht wirklich klar. Um so erstaunter bin ich nun, da ich weiss, was in den vergangenen Monaten in seinem Kopf vorgegangen ist.

Lessing plant nichts anderes als die fundamentale Neuerfindung der amerikanischen Demokratie. Zum ersten Mal in der amerikanischen Geschichte soll die Politik vom Einfluss des Geldes abgeschottet werden. Der “Sanfte Korruption”, die in den Vereinigten Staaten von Amerika so zum alltäglichen Geschäft gehört, soll mit Hilfe von Moral und Ethos Einhalt geboten werden. Lessing präsentiert eine “Change Congress”-Kampagne, in der sich, die teilnehmenden Kongressleute sich unter Anderem dazu verpflichten, kein Geld von Lobbys anzunehmen.

Wenn man daran denkt, dass einer der verprechensten Präsidentschaftskandidaten, Barack Obama, den Einfluss von Lobbys ebenfalls negativ einschätzt, so ergibt sich daraus eine Interessante Aufstellung; sowohl im  Kongress, wie auch im “Oval Office” könnten innerhalb von sechs bis acht Jahren Leute sitzen, die sich aus moralischen Überlegungen  gegen den Einfluss von Wirtschaftsverbänden in der Politik vorgehen.

Wäre es möglich? Wenn ja, so könnte dies Amerika tatsächlich in ein neues Zeitalter bringen. Undwahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Ob das auch in Europa geht?

VMware Server, Ubuntu “Hardy Heron” 8.04 and Linux 2.6.24

Yesterday I updated my work laptop to Ubuntu 8.04.  Of course it’s silly to abuse a productive machine as a testing ground for a unstable release, but I did it, nonetheless.

My impression so far is very good! Even “Hibernate” and “Suspend” seem to work now, very nice. The only problem I had was with VMware Server, the only piece of proprietary software I use on my machine. For business reasons. However; the problems I had were fast to fix.

  1. Patch the VMware modules.
    VMware does not yet support Linux 2.6.24, so the modules have to be patched. The VMware community forums helps with that: http://communities.vmware.com/thread/121847?tstart=-1
    Don’t forget to edit …/source/vmmon-only/include/vcpuset.h, you need to change line 74 from “asm/bitops.h” to “linux/bitops.h”. (Thanks to luyseyal for that.)
  2. Re-compile the modules.
  3. Just use sudo vmware-configure.pl to recompile the modules.

  4. Copy the libraries
    The VMWare Server Console was compiled with an older version of the GCC than Hardy is compiled. If you get the following error, you need to copy some libraries:

    /usr/lib/vmware/bin/vmware: /usr/lib/vmware/lib/libpng12.so.0/libpng12.so.0: no version information available (required by /usr/lib/libcairo.so.2)/usr/lib/vmware/bin/vmware: /usr/lib/vmware/lib/libgcc_s.so.1/libgcc_s.so.1: version `GCC_4.2.0' not found (required by /usr/lib/libstdc++.so.6)

    Use following commands to copy the libraries to the VMware directory:

    cp /lib/libgcc_s.so.1 /usr/lib/vmware/lib/libgcc_s.so.1/cp /usr/lib/libpng12.so.0 /usr/lib/vmware/lib/libpng12.so.0/

That should to the trick!

“Heute”-Interview: “Clinton wird nominiert” – oder auch nicht?

In Antwort auf den Artikel “Clinton wird nominiert”, Interview mit dem Polit-Experten Erich Gysling.

International Harald Tribute: Neither Clinton nor Obama claim clear lead (http://www.iht.com/articles/2008/02/06/america/06delect.php)
CNN: Super Tuesday crowns no nominees (http://www.cnn.com/2008/POLITICS/02/06/super.main/index.html#cnnSTCText)
MSNBC: McCain in Command; Clinton , Obama battle on (http://www.msnbc.msn.com/id/23006750/)

Anders als die Schweizer Presse – oder zumindest “Heute” – scheint sich die US-amerikanische Presse überhaupt nicht sicher zu sein, wer denn jetzt genau den Super-Tuesday für sich proklamieren konnte. Clinton hat zwar, unbestritten, in den stimmreichen Staaten wie Kalifornien und New York den Grossteil der Stimmen für sich gewinnen können, doch Obama im Gegenzug hat viele kleinere Staaten an seiner Seite. Und auch die Zahlen der Delegierten spricht keine deutliche Sprache; nach wie vor ist die Differenz zwischen den beiden Kontrahenten etwa gleich gross, den neusten Zahlen zufolge konnte Obama sogar Boden gut machen und den Unterschied verkleinern.

Mich würde daher interessieren, woher sie Ihre Daten beziehen, denn “klare Verhältnisse”, wie Sie sich in dem heutigen Interview in “Heute” haben verlauten lassen, herrschen anscheinend doch nicht.

Obama wurde schon oftmals abgeschrieben. Doch allen Unkenrufen zum Trotze hat er nicht nur bis zum “Super Tuesday” durchgehalten, sondern auch Clintons Patina der einzigen wahren Kandidatin der Demokraten regelrecht zerschmettert.

Der heutige Super-Tuesday hat keine Entscheidung gebracht. Im Gegenteil; das Rennen scheint heute noch ungewisser und offener zu sein als noch vor einer Woche. Die Behauptung, Clinton würde “mit 99-prozentiger Sicherheit” für die Präsidentschaftswahl nominiert werden, scheint mir doch ein wenig verfrüht; die Vorwahl bleibt spannend.